Wirtschaftsverband NÖ: Selbstbehalt bei Arztbesuch abschaffen, Behandlungstarife angleichen!
Präsident Ernst: „Benachteiligung der UnternehmerInnen in der Krankenversicherung beenden"
„Die UnternehmerInnen müssen in der Krankenversicherung die gleichen Bedingungen vorfinden wie ASVG-Versicherte. An einer Abschaffung des Selbstbehalts beim Arztbesuch und einer
Angleichung der Behandlungstarife führt daher kein Weg vorbei“, erklärt der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), Günter Ernst.
„Dass nun ein Antrag unseres Verbandes, der diese wichtigen Punkte einforderte, im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich nicht von allen Gruppierungen unterstützt
wurde und dadurch keine Mehrheit fand, ist schade für die Selbständigen und eine vertane Chance. Wir werden aber weiterhin auf allen Ebenen dafür kämpfen, dass die Benachteiligung der
UnternehmerInnen in der Krankenversicherung beendet wird.“
„Schließlich geht es dabei um ein großes Anliegen vieler Gewerbetreibenden, die kleine oder mittlere Betriebe führen oder EinpersonenunternehmerInnen sind. Das hat sich auch Anfang Juni
dieses Jahres deutlich gezeigt, als die Verhandlungen über einen neuen Kassenvertrag zwischen Sozialversicherungsanstalt und Ärztekammer zunächst scheiterten und ein vertragsloser Zustand
die Folge war. Viele UnternehmerInnen haben sich in Leserbriefen und Internetforen zu Wort gemeldet. Auch der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband erhielt zahlreiche Briefe von
Selbständigen. All diese Stellungnahmen enthielten eine klare Botschaft: Weg mit dem Selbstbehalt und den höheren Behandlungstarifen für UnternehmerInnen.“
Es müsse alles dafür getan werden, dass diese berechtigte Forderung der Gewerbetreibenden erfüllt wird, so Günter Ernst, der auch Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ ist: „Viele
UnternehmerInnen verfügen nur über ein relativ niedriges Einkommen. Für sie stellt der Selbstbehalt genauso eine Belastung dar wie die höheren Behandlungstarife, für die es keinerlei
sachliche Rechtfertigung gibt. Denn die medizinische Behandlung von Selbständigen ist ja nicht schwieriger oder aufwändiger als jene von ASVG-Versicherten.“
„Auch als sich der Wirtschaftsverband vor mehreren Jahrzehnten für die Einführung einer Pensionsversicherung für UnternehmerInnen einsetzte, traf er auf massive Widerstände anderer
Gruppierungen. Heute ist die Pension für Gewerbetreibende unverzichtbar. Wir werden auch bei der Abschaffung des Selbstbehalts und der Senkung der Behandlungstarife nicht locker lassen.
Es geht hier um soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit, weil die medizinische Behandlung für UnternehmerInnen leistbar sein muss“, stellt Präsident Ernst fest.
Der Antrag des Wirtschaftsverbandes NÖ an das Wirtschaftsparlament der WKNÖ:
http://www.wirtschaftsverband-niederoesterreich.at/_uploads/downloads/390.pdf
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