Maximales Gesamtgewicht für 2-achsige Autobusse von derzeit 18 auf 20 t erhöhen!
Weil aufgrund von technischen Verbesserungen bei der Sicherheit und bei der Umweltfreundlichkeit von Autobussen deren Gewicht kontinuierlich zunimmt, verlangt der Wirtschaftsverband Niederösterreich eine Erhöhung des maximalen Gesamtgewichtes für 2-achsige Autobusse von derzeit 18 auf 20 Tonnen.
Ein entsprechender Antrag, den der Spartenvorsitzende des SWV NÖ in Transport und Verkehr, Komm.-Rat Raimund Widhalm, beim Wirtschaftsparlament der WKNÖ am 25.November eingebracht hat, wurde einstimmig angenommen.
Das maximal zulässige Gesamtgewicht für zweiachsige Autobusse sollte auch deshalb erhöht werden, damit österreichische Busunternehmen die gleichen Wettbewerbschancen wie MitbewerberInnen aus anderen Staaten vorfinden, die schon jetzt mit diesen Bussen ein Gesamtgewicht bis 20 Tonnen haben dürfen.
Dazu kommt, dass das Gepäck der Fahrgäste in den letzten Jahrzehnten an Gewicht zugenommen hat. In den 50er-Jahren wurde das Gewicht für einen Fahrgast mit Gepäck mit 70 kg festgelegt. Diese Gewichtsannahme pro Fahrgast, die noch heute als Maßstab herangezogen wird, ist längst nicht mehr zeitgerecht und müsste an die aktuellen Verhältnisse angepasst werden.
Zur technischen Entwicklung:
Die immer besser werdende Technik z.B. wirkungsvollere Retarder (verschleißfreie Bremsen), stabilere, sicherere und bequemere Sitze mit Rückhalteeinrichtungen (Gurte), Doppelverglasung u.v.m. schlägt sich auf das Gewicht nieder.
In Anbetracht der Tatsache, dass mit Einführung der EURO 6-Abgasnorm am 1.1.2014 das Eigengewicht der Busse aus technischen Gründen um ca. 500 kg zunehmen wird, ist eine Anpassung und Erhöhung des maximalen Gesamtgewichts von derzeit 18 t ein Gebot der Stunde. Die Eigengewichtserhöhung durch die Abgasnorm resultiert daraus, dass der EURO 6-Abgaswert nicht ohne AdBlue (wegen Harnstoff 2 Tanks mit 100 l dazu), nicht ohne zusätzliche Partikelfilter sowie, durch notwendige höhere Verbrennungstemperaturen, nicht ohne bis zu doppelt so großen Wasserkühlern, die auch mehr Kühlerflüssigkeit brauchen, erreicht werden kann.
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